Werkstatt

Von Montag bis Freitag wird in den Werkstätten einer handwerklichen Tätigkeit nachgegangen und ist ein fester Bestandteil des im Leitbild formulierten agogischen Auftrages. Im Speziellen ist die Suche nach dem passenden Verhältnis zwischen produktiver und agogischer Arbeit zu beachten. Dieses Verhältnis muss für jeden Bewohner/jede Bewohnerin speziell gefunden werden unter Einbezug der Rückmeldungen des Betroffenen, dem Mitarbeiterteam und weiteren Bezugspersonen.

Fördern

Die Arbeit muss den BewohnerInnen angemessen sein und sollte sie nicht unterfordern. Denn fördern heisst, einen Schritt weiter gehen als bisher sich zugetraut wurde: Grenzen werden behutsam aufgehoben, Horizonte erweitert. Dafür ist der Produktionsablauf in kleinen Schritten zu gliedern, die von den BewohnernInnen gegangen werden können. Für die persönliche Entwicklung der BewohnerInnen gewinnt die Handarbeit an Bedeutung. Diese Schritte bedeuten den Weg zum weitgehenden selbständigen Arbeiten, wohin die BewohnerInnen zu fördern sind. Damit dieser Prozess in den Werkstätten systematisch gestaltet werden kann ist dies in die Entwicklungsbegleitung im Mühlirad eingebunden.

Angebot

Gearbeitet wird von 09:00 – 11:45 Uhr mit einer Znünipause um 10:00 Uhr. Am Nachmittag von 14:00 – 17:45 Uhr mit einer Zvieripause von 15:50 – 16:10 Uhr. Das Angebot an Werkstätten umfasst eine Holzwerkstatt, eine Kräuterwerkstatt, und die Küche. Nebst den Werkstätten wird am Dienstagnachmittag und am Donnerstag den ganzen Tag der grosse Garten gepflegt. Die in den Werkstätten entstandenen Produkte werden privat und an Märkten verkauft oder für den Gebrauch der Gemeinschaft produziert. Auf Grund der Behinderungsgrade kann das Mühlirad keine Industrieaufträge übernehmen. Nebst den Werkstätten wird auch bei hauswirtschaftlichen Arbeiten und der Verpflegung kräftig mit angepackt.

Einsatz in der Beschäftigung

Die Einteilung in den Ateliers ist in zwei Gruppen eingeteilt welche sich nach den Fähigkeiten und den Vorlieben der BewohnerInnen richtet. Die Einteilung wird an den Bewohnerbesprechungen analysiert und ist ein Bestandteil in der Entwicklungsbegleitung.